Als moorreichstes Bundesland hat Niedersachsen eine besondere Verantwortung für das Erreichen der Klimaziele und gleichzeitig eine Chance: Durch aktives Wassermanagement auf Moorböden können 20 bis 40 Tonnen CO2-Äquivalente pro Hektar und Jahr eingespart werden. In der Potentialstudie des Landes für die Wiedervernässung sind die einzelnen Gebiete untersucht und bewertet.
Werden auf diesen Flächen Wind- oder PV-Anlagen gebaut besteht die Gefahr, dass eine Wiedervernässung nicht mehr möglich ist: Für die Fundamente und Baukrähne wird die Dichtschicht bei Hochmooren durchstoßen, auf Bau- und Zufahrtswegen werden die Böden verdichtet/gepresst, für die Baustellen muss der Wasserstand durch Pumpen abgesenkt werden, die Zuleitungstrassen beeinträchtigen die hydrologische Situation. Dies muss für jeden Moorstandort vor Baubeginn untersucht werden, um nicht im Wortsinn die Möglichkeit des natürlichen Klimaschutzes zu verbauen!1
1Vgl. auch die Studie ”Calculating carbon budgets of wind farms on Scottish peatlands” (Nayak, Miller, Smith, Nolan, Smith 2009) zu den Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Torfböden, http://pixelrauschen.de/wbmp/media/map04/map_04_09.pdf